Deutscher Gewerkschaftsbund

17.02.2012

DGB-Analyse: Erwerbstätige häufiger arm

Arm trotz Arbeit, das gilt für immer mehr Beschäftigte in Deutschland – allerdings mit regionalen Unterschieden. Eine DGB-Analyse zeigt: Das Verarmungsrisiko ist in den neuen Ländern deutlich höher.

So bezogen 2010 in Ostdeutschland rund 37 Prozent aller Hartz-IV Haushalte Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Im Westen waren es 33 Prozent. Schlusslicht ist Sachsen mit 39 Prozent, Hamburg hat den niedrigsten Stand mit 30 Prozent. DGB-Experte Wilhelm Adamy erklärt: „Dies zeigt, dass Hartz IV keinesfalls nur ein Fürsorgesystem für Erwerbslose ist, sondern häufig auch ein sehr niedriges Erwerbseinkommen auf das gesellschaftliche Existenzminimum anheben muss.“

Allerdings sind die Zuwächse im Westen höher. So ist die Zahl der Haushalte mit mindestens einem erwerbstätigen Hartz-IV-Empfänger von 2007 bis 2010 um 14 Prozent gestiegen, in Ostdeutschland um elf Prozent.



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