Es brennt – vor allem in Europa. Der EU-Fiskalpakt (einblick 6/12) ist aus Sicht der Gewerkschaften nicht geeignet, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Europa wiederherzustellen. „Es sind vor allem die Beschäftigten und die sozial Benachteiligten, die den Preis für die Krise zahlen, die sie nicht verursacht haben“, stellt der DGB-Vorsitzende Michael Sommer fest. Ein Kurswechsel in Europa gehört deshalb zu den wichtigsten Forderungen der Gewerkschaften am 1. Mai 2012.
Auch im fünften Jahr nach Ausbruch der Krise gilt: Sie darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten und der sozial Schwachen ausgetragen werden. „Wir brauchen Gute Arbeit, gerechte Löhne und soziale Sicherheit. Eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt ist überfällig“, betont Sommer.
Der Tag der Arbeit steht in diesem Jahr auch im Zeichen aktueller Tarifauseinandersetzungen. Für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen hat ver.di
bereits Ende März ein Ergebnis erzielt: Bis August 2013 sollen die Entgelte um insgesamt 6,3 Prozent steigen. Auch die Bedingungen für die Übernahme von Ausgelernten werden deutlich verbessert. Bis Ende April läuft noch die Mitgliederbefragung zum Tarifergebnis.
Für die IG Metall beginnt nun die heiße Phase in den Tarifverhandlungen für die rund 3,6 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie. Die Verhandlungen in den Tarifbezirken blieben bisher ohne Ergebnis. Am 28. April endet die Friedenspflicht. Danach sind befris-tete Warnstreiks möglich. Auch die IG BCE steckt mitten im Tarifkampf für die rund 550 000 Beschäftigten in der Chemischen Industrie. Am 7. Mai findet die erste Tarifverhandlung auf Bundesebene statt.
Die zentrale Maikundgebung, an der der DGB-Vorsitzende teilnimmt, ist in diesem Jahr in Stuttgart. Die weiteren Orte, an denen DGB-Vorstandsmitglieder oder Gewerkschaftsvorsitzende sprechen werden:
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